Abschätzung des Nutzens von Fahrerassistenzsystemen mit Hilfe der Prozedur SAFE


Der Beitrag zeigt eine Anwendung von SAFE (Situative Anforderungsanalyse von Fahraufgaben), in der Anforderungen an die Fahrer verglichen wurden, je nachdem, ob Teilaufgaben mit bzw. ohne FAS bewältigt werden mussten. Dabei wurde modelliert, welchen Einfluß verschiedene prototypische Komponenten eines FAS wie z.B. eine „Navigationshilfe mit Spurempfehlung“ und ein „Spurwechselassistent“ auf Komplexität und Risiko einzelner Teilaufgaben besitzen. Effekte ergaben sich dabei nicht nur in der verdichteten Bewertung, sondern liessen sich auch in den einzelnen Anforderungskategorien nachweisen. Der ermittelte Nutzen der Systemkomponenten konnte daher präzise aufgeschlüsselt und der raum-zeitlichen Struktur der betrachteten Fahraufgaben zugeordnet werden. Da es sich um das erste Mal handelte, daß eine Prozedur zur Fahraufgabenanalyse für einen solchen Zweck eingesetzt wurde, sollten die erzielten Ergebnisse sicherlich als vorläufig betrachtet werden. Sie zeigen aber, daß es sich um einen vielversprechenden Ansatz handelt.


The need for risk-benefit analysis of ADAS and the recent development of SAFE were combined into the idea of checking whether a task analytic approach could be used in comparing the drivers requirements with vs. without an ADAS or between different variants of ADAS specifications. First an overview of the SAFE methodology is given. Afterwards the requirements with and without several system components in an urban driving task are compared. Based on this experience conclusions on the utility of SAFE in the context of Risk-Benefit analysis are derived.


Aus: Fastenmeier, W. & Gstalter, H. (2004). Abschätzung des Nutzens von Fahrerassistenzsystemen mit Hilfe der Prozedur SAFE. VDI-Berichte, 1864, S. 381-396. Düsseldorf: VDI-Verlag.

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